Samstag, 31. Januar 2026

Abendhin



Abendhin

Zartrosa greift sich der Abend das Blau,
himmelt sich wundervoll über die Welt.
Hoch in den Fernen, die ich mir jetzt schau,
baut er pastellntransparent sich sein Zelt.

Nahend schon dunkelt die Nacht übers All,
tönend das Wunder der Farben in grau.
All die Vernunft ist betäubt, Rauch und Schall,
während ich morgenhin Traumschlösser bau.



@Lisa Nicolis










Winter zaubern (mit den selbstgebastelten Bildern anno dazumal)


Winter zaubern

Mit jedem Wintertag möcht ich spazieren gehen,
für andre Menschen mög es Sommer sein
und täglich im Zenit die Sonne stehen,
da wo ich gehe, soll es richtig schnei'n.

Die andren mögen sonnen sich und schwitzen,
ich schippe lieber Schnee vor meinem Haus.
Und während sie sich überhitzt bespritzen,
geh ich in diesen Sternenzauber raus.

Doch, wirds im Juni auch nicht Winter geben
und im Dezember keine Sonne glühn,
so wird's im Mai, als herrliches remember,
die aller liebste Zeit- der Frühling blühn.



@Lisa Nicolis












 

Freitag, 30. Januar 2026

Ein wenig Dada muss sein


Ö kitsch Dada zer kus

Schi agli ö Tötün ha dedem,
his Trutrö, egh huss joji strent
ers egg ogh tennen brtz uz otzgen.
His Trutrö egh nam dada frent.

Ad strt arch susun Tschippschipp gagen,
urn hight shis gus unn grah tschitsch an.
Schi bab ne otze Lal uz otzgen,
hahaman, dada, ers trantran.



@Lisa Nicolis


Dada muss auch mal sein


Ich wollte ein Gedicht mal schreiben,
mit Wörtern, die noch niemand kennt
und die auch keinem sind zu eigen.
Mit Wörtern, die man dada nennt.

Da wird mancheiner 'n Vogel zeigen,
nur geht mich das jetzt gar nichts an.
Ich hab 'ne eig'ne Sprach zu eigen,
verpeilt, dada und auch  profan.



@Lisa Nicolis










 

An meine Erde



An meine blauäugige Erde

In deinem Odem
atme ich mein Leben.
An deiner Bläue
still ich meinen Durst,
Aus deinen Kelchen
trink ich alle Düfte.
In deinem Schatten
schaukeln meine Träume.
Und nimmt das Leben mir
das Recht
in ihm zu wohnen,
dann suche ich
die Stille deiner selbst.


© Lisa Nicolis











 

Donnerstag, 29. Januar 2026

Angst



Angst


Tief innen ist es aufgebaut
in meinem zwiegespaltnen Leben,
ein Bunt, ein Grau, ein Leis, ein Laut
ein Ab, das auch mal aufwärts schaut
und ich daneben.

Ich sehe Stufen aus mir geh`n
wie sie erklimmen tausend Höhen
mir wartend still entgegenseh`n
ich kann nur angstgefangen steh`n
und sie umgehen.

In mir diese Gedankenwand,
in meinen Augen trübes Sehnen
nach einer hilfsbereiten Hand.
Könnt mich dann ohne Widerstand
dem Aufwärts frönen.



© Lisa Nicolis